Die Meierhöfe zu
Reichenbach gehörten zum ältesten
Besitz der Bischöfe von Augsburg im Oberallgäu.
Die Alpen Seealpe und Gutenalpe waren damals Güter
dieser Meierhöfe. Die erste urkundliche
Erwähnung stammte von 1316.
Darin wurde erwähnt, dass Reichenbach dem Bischof
ein Saumtier zu stellen hatten. Einer der Höfe
und die damit verbundene ehemalige kleine
Burg oberhalb der Kapelle war wohl früher
im Besitz der Herren von Reichenbach,
die zwar schon seit dem 14. Jahrhundert eine Kempter
Patrizierfamilie waren, aber immer noch
Besitzungen im Ort hatten. Später ging das
Lehen teilweise an die Rettenberger und 1351 an die Heimenhofen über. Mitte des 15. Jahrhunderts hatte das Hochstift von Augsburg fast den gesamten Ort in seinen Besitz gebracht. Im Jahre 1540 wurde die Kapelle St. Jakobus neu
erbaut. Kirchlich gehörte Reichenbach stets
nach Schöllang. 1972 kam es
zusammen mit Schöllang zum Markt Oberstdorf.
Der Name ist einfach zu erklären und bedeutet
"am reichen (=wasserreichen) Bach".
Lage:
Auf
der Sonnenseite des Illertales an der Kreisstraße
nach Sonthofen liegt die kleine Ortschaft Reichenbach.
Reichenbach ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen
und auch Bergtouren. Nahe des Ortes befindet sich
ein kleines, heimeliges Moorschwimmbad. Sehenswert
ist auch die kleine Kapelle St. Jakobus, die eine Station am Jakobsweg sein könnte. Entfernung von Oberstdorf: ca 4
km
Geschichte des Marktes O., B.2, S. 226 ff
Ortsnamenbuch, Dertsch, S. 135
Burgen, Schanzen, Letzen und Galgen im Allgäu, Merkt Dr. Otto, Kemptem
1951, S. 131
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Rößle